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published over 4 years ago (20.08.2005 00:00)

typografie 101: allerlei striche

Bindestrich -
Gedankenstrich
langer Gedankenstrich

Nach ihrer Länge werden diese drei Striche auch als Viertelgeviert-, Halbgeviert- und Geviertstrich bezeichnet. Das "Geviert" ist ein in der Typografie verwendetes Maß.

Der Bindestrich ist am häufigsten bei der Silbentrennung am Zeilenende anzutreffen. Er wird auch zur Verbindung von Worten zu einem eigenständigen Begriff benutzt ("Hals-Nasen-Ohren-Arzt"). Und er dient auch dazu, zusammengesetzte Wörter verkürzt darzustellen ("Gemüseimport und -export"). Er wird – im Gegensatz zum Gedankenstrich – immer ohne umgebende Leerzeichen gesetzt.

Der Gedankenstrich kann in Appositionen und erklärenden Einschüben – etwa in diesem Beispiel – das Komma als Satzzeichen ersetzen. Er wird zudem zur Notation von Intervallen ("10–12 Uhr"), Gegenüberstellung ("Bayern München – 1860 München 2:2") oder für Streckenangaben ("Hamburg–München") verwendet. Die Zeile sollte danach umbrechen – eine Zeile sollte also nicht mit einem Gedankenstrich beginnen.

Der lange Gedankenstrich wird hauptsächlich als Spiegelstrich in Aufzählungen und Listen verwendet. In englischsprachigen Texten wird er als Gedankenstrich gesetzt, ohne umgebende Leerzeichen.

Auf der Computertastatur kann von solcher Vielfalt nicht die Rede sein. Es gibt nur das sog. Bindestrich-Minuszeichen, das also Bindestrich und Minuszeichen zu vertreten hat. Es hat die Länge eines Viertelgeviertstriches.

Das typografisch korrekte Minuszeichen (−) ist identisch mit dem waagerechten Balken im Pluszeichen (+) und hat die gleiche Länge wie die beiden parallelen Linien des Gleichheitszeichens (=). In vielen Schriftarten hat es zwar die gleiche Länge wie der normallange Gedankenstrich, liegt aber oft etwas höher.

Quelle: Wikipedia.de u.a.

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